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Sonntag, 24. Januar 2016

Salted Caramel Erdnuß Chia Pudding


Salted Caramel Erdnuß Chia Pudding

Da ich es nicht gern sehr süß habe, stellt Karamell ein Dilemma für mich dar: Ich mag das Aroma, aber das Zeug ist einfach zu süß.
Die Lösung für das Dilemma heißt "salted caramel", also Salz-Karamell.
Nun bin ich ja auch kein Fan davon, viel Zucker zu verwenden, deswegen habe ich bisher darauf verzichtet, mich auf dem Karamell-Gebiet zu engagieren.
Mein Erdnuß-Miso-Dressing jedoch hat in mir den Gedanken ausgelöst "irgendwie erinnert der Geschmack an Salzkaramell".
Also habe ich aus dem Dressing für Salat ein Topping für Chia-Pudding gemacht, das mir so gut geschmeckt hat, daß ich es hier festhalten werde.
Die Schokolade, die ich für die Schokostreusel verwendet habe, ist 75% Xylit-Schokolade. Zum So-Essen finde ich Xylit-Schokolade völlig ungeeignet - wenn ich Schokolade pur esse, soll sie wirklich richtig gut sein, und das ist die Xylit-Schokolade leider für mein Empfinden nicht. Aber zum Kochen und Backen und als Garnitur eignet sie sich sehr gut, deswegen benutze ich sie dafür, um Zucker zu reduzieren. Die 1 1/2 Teelöffel Honig reichen da vollkommen ... Wem das zu wenig süß ist, der kann natürlich mehr Süße nach Belieben zufügen.



Zutaten für 1 Portion:
Pudding:
  • 2 EL Chiasamen
  • 50 ml fette Kokosmilch
  • 75 ml Wasser
  • 1 EL Erdnußmus
  • 1/2 TL Honig
  • 1 Prise Vanille

Topping:
  • 1 (reichlicher) EL Erdnußmus
  • 1 TL Shiro Miso
  • 1 TL Honig
  • 1/2 TL Olivenöl oder Sesamöl
  • 1-4 TL Wasser zum Glattrühren
  • 1/2 Riegel Bitterschokolade (mind. 70%), gehackt, zum Bestreuen

Zubereitung:
  • Am Abend die Zutaten für den Pudding zusammenrühren und über Nacht in den Kühlschrank stellen.
  • Am Morgen die Zutaten für das Topping zusammenrühren, mit so viel Wasser, wie nötig ist, um eine glatte Creme zu erzielen, verrühren, über den Pudding geben und mit der gehackten Schokolade bestreuen.


Man kann das Öl für das Topping auch weglassen, aber ich finde, daß es dann cremiger wird und intensiver schmeckt.


Guten Appetit!

Donnerstag, 21. Januar 2016

Tropischer Chia-Kokos-Pudding


Tropischer Chia-Kokos-Pudding

Im Sommer 1984, also als ich vierzehn war, entschied ich, einen Trip in die Tropen zu unternehmen.
Ganz allein, ohne Eltern oder Freunde.
Mit vierzehn???
Nein, das gab keinen Streß mit meinen Eltern, und die Reise war auch nicht teuer. Ich habe meinen Hintern nämlich nicht weiter als bis in die Stadtbücherei und den Kaufhof bewegt.
Mein Trip war virtuell und kulinarisch, gewissermaßen.
Damals kamen gerade Tropenfrüchte wie Mangos, Sternfrüchte, Passionsfrüchte, Papayas und Guaven auf.
Und da ich immer schon leidenschaftliche Obst-Esserin war (immerhin war bis dahin Obst neben Grünfutter das einzige, wovon mir garantiert nicht schlecht wurde), wollte ich mich natürlich einmal durch die Exoten-Abteilung im Kaufhof futtern.
Weil wir nicht verreisten, dachte ich mir, man könnte das ganze mit einer virtuellen Reise in die Länder verbinden, aus denen die Früchte stammten.
Also besorgte ich mir Bücher über diese Länder und begann zu lesen und zu essen.
Das Ergebnis war niederschmetternd.
Damals war ich geschmacklich noch sehr, sehr befindlich. Alles, was irgendwie ungewöhnlich schmeckte, verursachte Widerwillen bis zu Übelkeit in mir.
Die Mangos hatten einen scheußlichen Tannennadel-Beigeschmack, die Sternfrüchte waren wäßrig und säuerlich und kaum herunter zu bringen, die Guaven waren pappsüß und hatten einen irgendwie völlig ungewohnten Geschmack, was ich beides entsetzlich fand, die Papayas waren süßlich fad, und als mir dann von den Mineolas speiübel wurde, brach ich die Reise ab, brachte die Bücher zurück in die Bücherei und kehrte zurück zu Wanderungen durch den Schwarzwald und vertrauten Pfirsichen, Nektarinen und Melonen.
Seit den Mineolas mag ich keine Mandarinen mehr. Keine Ahnung warum, denn Orangen und Grapefruit liebe ich immer noch, aber Mandarinen - nein, danke.
Es hat bis zu meinem unglücklichen Fruktose-Abstinenz-Trip gedauert, bis ich in meiner Verzweiflung einen erneuten Versuch mit Papayas wagte. Als leidenschaftliche Obstesserin kein Obst mehr essen zu dürfen, war das Schlimmste an diesem diätetischen Irrtum.
Papayas haben einen sehr geringen Fruchtzuckergehalt, deswegen gelten sie als einigermaßen sicher für Leute mit Fruktosemalabsorption.
Erstaunlicherweise fand ich die Papayas plötzlich köstlich.
Der Fruktose-Irrtum hatte also ein Gutes: Seit dem bin ich verrückt auf Papayas, und nachdem ich dann zu normalem Essen zurückgekehrt war, entdeckte ich auch eine plötzliche Liebe zu Mangos.
Papayas sind nicht nur fruktosearm, sondern insgesamt sehr zuckerarm, obwohl sie recht süß schmecken. Also das perfekte Obst für eine zuckerarme Ernährung.

Auch mit Trockenfrüchten bin ich grundsätzlich sparsam, weil sie absolute Zuckerbomben sind, aber ich mag Maulbeeren gern, und außerdem mußte ich natürlich auch einmal Goji-Beeren ausprobieren. Ob die nun einen so sensationellen Gesundheitswert haben, wie gesagt wird, weiß ich nicht. Aber sie schmecken tatsächlich gut.
Da die Kokosmilch schon eine eigene Süße hat, wie ich finde, und das ganze Obst sowieso natürlich süß ist, braucht man keine Extra-Süßung in den Pudding zu geben. Wer das unbedingt doch möchte, kann einen oder zwei Tropfen Flüssig-Stevia hinzugeben.
Um nicht so viel Zucker zu haben, nehme ich nur wenig von den Trockenfrüchten, ungefähr einen halben Eßlöffel jeweils von Maulbeeren und Goji-Beeren.
Die Kokoschips messe ich nicht genau ab, sondern streue einfach so viele drüber, wie ich gerade gut finde...


Zutaten für 1 Portion:
  • 2 EL Chiasamen
  • 50 ml fette Kokosmilch
  • 75 ml Wasser
  • 1 Prise Vanille
  • optional 1-2 Tropfen Stevia
  • 1/2 Papaya, gewürfelt
  • 1/2 EL Maulbeeren
  • 1/2 EL Goji-Beeren
  • 1 Handvoll Kokoschips

Zubereitung:
  • Chiasamen mit Kokosmilch, Wasser und Vanille verrühren, nach zehn Minuten nochmals rühren, damit es keinen dicken Klumpen gibt. Über Nacht im Kühlschrank oder sonst wenigstens 1/2 Stunde bei Zimmertemperatur quellen lassen.
  • Mit den übrigen Zutaten mischen und genießen.



Guten Appetit!

Mittwoch, 13. Mai 2015

Chia-Erdbeerpudding (milchfrei, glutenfrei, low-carb)


Chia-Erdbeerpudding (milchfrei, glutenfrei, low-carb)

Als ich neun war feierten meine Großeltern Goldene Hochzeit, und wie das so üblich war und wohl auch noch ist, bekamen sie jede Menge Präsentkörbe geschenkt.
Da waren so tolle Sachen drin wie Lachsersatz im Glas, etwas, das ich im Jahr 1979 noch nie zuvor gesehen hatte, und dann eine ominöse Konservenbüchse mit einem pinkfarbenen Pudding. Irgendeine Paradiescreme oder so etwas, ich glaube, auf der Büchse stand "Flair".
Es traute sich da wohl keiner so recht heran, bis mein Vater die Dose todesmutig aufmachte und an zwei Mittagen stoisch zum Nachtisch pinkfarbenen Plastik-Erdbeer-Pudding mampfte.
Ich gestehe, daß ich es nicht über mich brachte, das Zeug zu probieren, aber irgendwie hat sich das Bild offenbar auf ewig in mein Gedächtnis gebrannt, denn fast jedes Mal, wenn ich Erdbeeren sehe, muß ich daran denken.
Mir hat sich nie der Sinn davon erschlossen, alles auf der Welt ausgerechnet mit Erbeeraroma zu versehen. Als ich irgendwann versehentlich Cranberries mit Erdbeeraroma kaufte, weil ich gar nicht auf die Idee gekommen war, eine Tüte Bio-Cranberries könne aromatisiert sein, hat es dann endgültig aufgehört. Trockenfrüchte mit dem Aroma anderer Früchte ausstatten? Hallo?!?
Jedenfalls kann ich Erdbeeraroma weder in Schokolade noch Joghurt oder sonstwo ausstehen, weil es einfach nie echt schmeckt. Außer in Edbeeren. Also, natürlich nur, wenn man reife aromatische Erdbeeren kauft.
Ich liebe die Erdbeerzeit, weil ich dann mit frischen Erdbeeren herumzaubern und Speisen mit echtem Erdbeeraroma hervorbringen kann.
Und heute dachte ich mir, ich könne den Konservenbüchsenpudding von 1979 in eine neue Dimension heben. Geschmacklich und was den gesundheitlichen Wert angeht ...



Zutaten für 2 Portionen:
  • 125 ml Kokosmilch light
  • 1 EL Mandelmus (weiß)
  • 8 mittelgroße Erdbeeren
  • 1 Teelöffel Zitronensaft
  • 2-4 Tropfen Stevia (oder mehr, nach Geschmack)
  • 4 EL Chiasamen
  • Vanille (ein paar Umdrehungen aus der Mühle)
  • 1 EL Kakaonibs

Zubereitung:
  • 5 Erdbeeren mit Kokosmilch, Mandelmus, Zitronensaft, Vanille und Stevia pürieren. Das ergab bei mir insgesamt 300 ml.
  • Chiasamen einstreuen und gut unterrühren, nach fünf Minuten nochmal gründlich rühren und entweder bis zum Verzehr in den Kühlschrank stellen oder, wenn der Pudding sofort vernichtet werden soll, fünfzehn Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen.
  • Zum Servieren auf zwei Schälchen verteilen, die restlichen Erdbeeren kleinschneiden, mit Kakaonibs bestreuen und genießen!


Freitag, 25. April 2014

Veganer, fructosearmer Chia-Limettenpudding


Veganer, fructosearmer Chia-Limettenpudding

Eine der beliebtesten Pies in Amerika ist die berühmte "Key Lime Pie", für die es mehrere Millionen Rezepte zu geben scheint. In jeder Variation. Konventionell, vegan, glutenfrei - einfach jede nur denkbare Variante.

Neulich stieß ich auf das köstliche Rezept für rohe, vegane Key Lime Mousse aus Avocados, Bananen und Limettensaft. Eine fantastische Mousse, aber so sehr ich Bananen mag, wollte ich doch gern einmal eine Limettenmousse ohne Bananengeschmack.

Da Limetten bei Fructosemalabsorption einigermaßen zu gehen scheinen, fand ich auch die Idee einer fructosearmen Key Lime Mousse attraktiv für diejenigen, die Fructose meiden müssen.
Und da ich sowieso auf dem Chia-Pudding-Trip bin, dachte ich mir, daß man daraus ja mit Leichtigkeit einen Limettenpudding machen könnte.



Vanille enthält zwar eine ordentliche Menge Glucose, Fructose und Saccharose, doch die verwendeten Mengen sind ja sehr gering, zumal, wenn man lediglich ein kleines Stückchen Vanilleschote mit den Chiasamen über Nacht einweicht und vor dem Verzehr wieder entfernt.
Wer dennoch keine Vanille verträgt, kann sie ebenso gut weglassen, meines Erachtens schmeckt der Pudding auch ohne.

Zutaten für 1 Portion:
  • 125 ml Kokosmilch light
  • 2 EL Chiasamen (ungemahlen)
  • 2 cm Vanilleschote, der Länge nach aufgeschlitzt
  • 1-2 TL (oder nach Geschmack) Reissirup oder Erythritol (am besten Sukrin Melis oder im Mixer zu Staubzucker gemahlenes Erythritol)
  • abgeriebene Schale und Saft von 1/2 Bio-Limette

Zubereitung:
  • Chiasamen, Kokosmilch und Vanilleschote verrühren, zehn Minuten stehen lassen und dann noch einmal kräftig verrühren, damit es keine Klumpen gibt.
  • Mehrere Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
  • Vor dem Verzehr Limettenschale und -saft sowie Süßungsmittel zugeben, Vanilleschote entfernen.


Habt Ihr schon einmal Key Lime Pie in irgendeiner Form probiert?

Freitag, 11. April 2014

Gesundes, gluten- und milchfreies Eiskonfekt


Gesundes Gluten- und Milchfreies Eiskonfekt

Mit Eiskonfekt assoziiere ich 80er und 90er Jahre, Like Ice in the Sunshine und Kino.
Keine Ahnung, ob es das heute im Kino noch gibt - mittlerweile habe ich mich da auf salziges Popcorn verlegt, und daneben spingen mir immer nur die Taco-Chips mit Salsa ins Auge.
Aber aus irgendeinem Grund schoß mir unvermittelt Eiskonfekt durch den Kopf, als ich neulich eine sehr reife Banane in der Hand hatte. Den Zusammenhang verstehe ich zwar nicht, jedoch dachte ich plötzlich, daß man daraus doch selbstgemachtes, gesundes Eiskonfekt machen könnte.
Also kritzelte ich schnell Banane, Limette, Kokosmus, Kuvertüre --> Eiskonfekt auf einen Zettel und machte mich gestern morgen ans Werk.
Als ich den Göttergatten später überfiel und ihm ein Konfektstück in den Mund schob, riß er die Augen auf und platzte heraus: "O mein Gott sind die gut! Was ist das denn??"
Tja, Eiskonfekt.



Ein Wort zum Kokosmus:
Man kann die zwei EL Kokosmus durch einen EL Kokosfett ersetzen, aber die Konsistenz wird mit Kokosmus besser. Wenn man Kokosöl nimmt, bringt der Einsatz von etwas Lecithin eine deutliche Verbesserung der Konsistenz. Es geht aber auf jeden Fall auch einfach nur mit Banane, Kokosöl und Limette, dann allerdings sollte man das Konfekt wirklich ein bißchen antauen lassen, weil es sonst doch recht hart ist.

Kokosmus ist im Handel erhältlich, man kann es jedoch auch sehr einfach uns sehr viel günstiger selbst machen. Alles, was man braucht, sind Kokosflocken oder -raspeln und ein Mixer.
400 g Kokosflocken oder -raspeln in den Mixer geben und mixen. Man muß lediglich darauf achten, daß das ganze nicht zu heiß wird. Die Kokosflocken oder -raspeln bilden nach einer Weile einen Klumpen, dann tritt das Kokosöl aus, und die Masse fängt an, geschmeidiger zu werden. Wenn sie nicht ganz glatt wird, einen EL Kokosöl hinzugeben und weitermixen, bis alles glatt und cremig ist.
In einem Schraubdeckelglas aufbewahren, aber nicht im Kühlschrank, weil sich da Kondenswasser bildet, das zu Schimmel führen kann!



Zutaten für das Eiskonfekt:

  • 1 sehr reife, mittelgroße Banane
  • 2 EL Kokosmus oder 1 EL Kokosöl
  • 1 Teelöffelspitze Lecithin (optional)
  • Saft und abgeriebene Schale von 1/2 Limette (falls keine Bio-Limette zur Hand ist, kann man die abgeriebene Schale ebenso gut weglassen)
  • 50 g Bitterschokolade
  • 1 TL Kokosfett (oder statt Schokolade und Kokosfett fertige glutenfreie Kuvertüre, z.B. von Rapunzel)
  • Pralinenförmchen oder Eiswürfelschale

Zubereitung:

  • Banane mit Limettensaft und -schale zermatschen, bis sie zu flüssigem Brei geworden ist
  • Leicht erwärmtes, flüssiges Kokosmus oder -öl hinzugeben, gut vermischen
  • optional eine Teelöffelspitze Lecithin zugeben
  • Masse in Pralinenförmchen oder Eiswürfelschale füllen (bei mir gab es 11 Konfektstückchen)
  • Für ein paar Stunden ins Gefrierfach stellen.
  • Bitterschokolade mit 1 TL Kokosfett (oder fertige Kuvertüre) im Wasserbad schmelzen.
  • Konfektstückchen einzeln eintauchen und auf ein mit Backpapier belegtes Brettchen legen (Achtung - auf den gefrorenen Stückchen wird die Kuvertüre fast sofort fest!)
  • Konfekt wieder einfrieren.
  • Vor dem Verzehr fünf bis zehn Minuten außerhalb des Kühlschranks oder bis zu eine Stunde lang im Kühlschrank antauen lassen.


Womit verbindet Ihr Kino? Eiskonfekt oder eher Taco-Chips?

Samstag, 5. April 2014

Chia-Orangen-Schoko-Pudding


Chia-Orangen-Schoko-Pudding

Und noch ein Chia-Pudding.
Orange, Vanille, Schokolade - was kann mit Orange und Schokolade schon schief gehen ...


Nicht nur bei Pudding, sondern auch in Form von Muffins, nebenbei bemerkt :-)


Zutaten für eine Portion:

  • 2 EL Chia-Samen, ungemahlen
  • 125 ml Milch (ich benutze light Kokosmilch)
  • 1/2 Vanilleschote oder 1/2 TL Vanillepulver (oder gemahlene Vanille aus der Mühle nach Geschmack)
  • 2 TL Kakaopulver
  • 2-3 TL zu Staubzucker gemahlenes Erythritol (oder anderes Süßungsmittel nach Geschmack)
  • 1 TL Agavendicksaft (oder anderes Süßungsmittel nach Geschmack)
  • 1/2 Orange, Filets
  • abgeriebene Schale einer Orange

Zubereitung:
  • Chia-Samen mit der Länge nach aufgeschlitzter und ausgekratzter Vanilleschote über Nacht in 125 ml Milch einweichen (gemahlen oder ungemahlen; das Omega-3-Fett aus gemahlenen Samen ist für den Körper besser aufnehmbar); beim Einweichen zuerst fünf Minuten stehen lassen, dann gut umrühren, damit die Samen nicht am Boden verklumpen, und danach in den Kühlschrank stellen.
  • Am nächsten Morgen die Schale der Orange abreiben und mit 1/2 filetierten und in Stücke geschnittenen Orange und zwei TL des Chia-Gels vermischen.
  • Chia-Gel in zwei Portionen teilen.
  • Die eine Portion mit Kakaopulver und Erythritol oder anderem Süßungsmittel nach Geschmack verrühren und in ein Glas füllen.
  • Die zweite Portion mit Agavendicksaft oder anderem Süßungsmittel nach Geschmack verrühren.
  • Orangenstücke über dem Schokoladenpudding verteilen.
  • Vanillepudding über die Orangenstücke geben.
  • Essen!

Mit was kombiniert Ihr Schokolade am liebsten?

Freitag, 4. April 2014

Chia-Minz-Pudding


Chia-Minz-Pudding

Neulich habe ich den Nachbarn geschockt.
Naja, nicht den Nachbarn. Einen der Hundebesitzer, die mir mit ihrem Vierbeiner begegnen, wenn ich morgens durch den Wald trabe. Wir begrüßen uns immer fröhlich und machen small talk in drei-Wörter-Sätzen.
Letztens nun fragte er mich, was es zum Frühstück gäbe, und da habe ich ihn geschockt, indem ich begeistert posaunte: Vanillepudding!

Pudding zum Frühstück. Davon hat das kleine Mädchen auf der Postkarte geträumt, auf der steht: "Lieber Gott, mach, daß die Vitamine vom Spinat in den Vanillepudding wandern!"

Heute morgen gab es keinen Vanillepudding, aber Spinat. In gewisser Weise. Eigentlich gab es so etwas wie gesundes After-Dinner-Mint in Puddingform: Chia-Minz-Pudding!



Das Chia-Fieber hat auch mich ergriffen - eigentlich schon, bevor die kleinen Wunder-Samen in Deutschland erhältlich waren.
Meine erste Begegnung damit war ein glutenfreies amerikanisches Brotrezept, in dem gemahlene Chia-Samen als Quell- und Bindemittel verwendet wurden.
Ich ersetzte sie durch Flohsamenschalen und dachte nicht weiter darüber nach, bis ich einen Artikel las, in dem die wundersamen Inhaltsstoffe und Eigenschaften von Chia beschrieben wurden.
Reich an Omega-3-Fett (Alpha-Linolensäure), unlöslichen Faserstoffen, Calcium und Mangan, haben die praecolumbianischen Azteken (also die Azteken, bevor Columbus auftauchte) die Samen offenbar als Power-food benutzt.
Noch heute werden in Südamerika damit geleeartige Getränke hergestellt.

Da meine Glibber-Toleranzgrenze relativ niedrig ist, war ich zuerst skeptisch, doch das Stichwort sättigend, das im Zusammenhang mit der Chia-Super-Pampe fiel, überzeugte mich. Vor fünf Jahren befand ich mich gerade in der Phase, in der ich niemals satt wurde, egal, was ich in mich hinein stopfte, daher entschied ich, mich auf Chia-Jagd zu begeben und das Wunderfutter auszuprobieren.
Bei einem britischen Anbieter wurde ich fündig, besorgte mir ein Päckchen, nachdem ich den ersten Schreck über die in Euro umgerechneten Pfund verdaut hatte, und begann meine Beobachtungsstudie.
Sprich, ich stellte die Dose mit den Samen ins Regal und sah sie mir jeden Tag an. Beobachtete sie.
Und überlegte, was ich damit machen könnte.
Ich wollte ja auch nichts davon verschwenden, wo das Zeug doch so teuer war.
Zwei Jahre später stand die Dose immer noch unberührt da, das Verfallsdatum war längst überschritten, und ich dachte, okay, mach irgendwas damit, bevor du es wegschmeißen mußt.
Ich begann mit Müsli.
Zwei Jahre lang machte ich so etwa einmal pro Woche Müsli, indem ich Chiasamen mit gefrorenem Obst und Wasser über Nacht einweichte und morgens Schafmilchjoghurt, Mandelmus, Hirseflocken, Quinoapops und ein bißchen Trockenobst hinein rührte, um den Glibber nicht zu schmecken.
Dann, nach insgesamt vier Jahren, war die Dose mit den Chiasamen leer.
Jetzt waren die Samen auch hier populär, man stieß überall auf Rezepte für Chia-Pudding in jeder denkbaren Variation, und ich ärgerte mich natürlich, daß ich das nicht ausprobiert hatte.
Und kaufte die nächste Packung Samen.
Und machte Schokoladenpudding.
Tja, und seit dem befinde ich mich im Puddingfieber.

Der dekorative Wert der ganzen Samen ist deutlich höher als jener der gemahlenen, aber der Körper kann die Alpha-Linolensäure aus den frisch gemahlenen Samen wesentlich besser aufnehmen als aus den intakten Körnchen.
Daher lasse ich die Samen ganz, wenn der Pudding für ein Foto Modell stehen soll, ansonsten aber mahle ich sie unmittelbar bevor ich sie in die Flüssigkeit rühre.

In meinem After-Dinner-Mint Pudding habe ich ein wenig Spinatpulver für die grüne Farbe benutzt - man kann auch Spirulina benutzen, habe ich gehört. Keine Sorge, man schmeckt es nicht heraus!
Und ein Wort zum Minzaroma: Erstaunt habe ich vielfach im Netz die Behauptung gelesen, Japanisches Heilpflanzenöl sei nicht zum Verzehr geeignet.
Das ist ein Irrtum. Sicher gibt es Öle, die man lieber nicht zu sich nehmen sollte, aber ätherisches Japanisches Minzöl gehört nicht dazu. Ich habe ein Fläschchen aus dem Drogeriemarkt, auf dem klar und deutlich steht: Zum Einnehmen, Inhalieren und Einreiben in die Haut.
Ich benutze Japanisches Minzöl seit 30 Jahren, wenn ich etwas mit Minzaroma mache, und es hat mir nie geschadet. Im Gegenteil.
Als ich kürzlich Chocolate Covered Katie's unglaublichen mint-chocolate-frosted-chocolate-layer-cake machte, stellte ich fest, daß die Kokossahne mit dem Minzöl eine unglaublich gute Wirkung auf meinen mißgelaunten Magen hatte.
Und mein After-Dinner-Mint Pudding, den ich seit dem regelmäßig mache, hat die gleiche lindernde Wirkung.
Ich liebe Pudding zum Frühstück!



Chia-Minz-Pudding

Zutaten:
  • 125 ml light Kokosmilch (oder jede andere Milch)
  • 2 EL Chiasamen (ungemahlen)
  • 1-2 TL oder nach Geschmack Agavendicksaft oder Erythritol oder anderes Süßungsmittel (ich nehme 1 TL zu Staubzucker gemahlenes Erythritol und 1 TL Agavendicksaft)
  • 1-2 Tropfen Japanisches Minzöl (oder Minzaroma; 1 Tropfen reicht schon, mit 2 Tropfen wird es intensiver)
  • 1 - 1 1/2 TL Spinatpulver, Spirulina oder anderes grünes Färbemittel nach Wunsch (optional)
  • 12 g (1 Quadrat) Bitterschokolade, gehackt

Zubereitung:

  • Chiasamen ganz oder gemahlen in die Milch rühren, bis alle Samen von Milch bedeckt sind; fünf Minuten stehen lassen, noch einmal gut durchrühren, damit die Samen nicht am Boden verklumpen.
  • Über Nacht oder tagsüber mehrere Stunden im Kühlschrank stehen lassen.
  • 1-2 Tropfen Minzöl vor dem Verzehr hinein rühren.
  • Spinat- oder Spirulinapulver, Süßungsmittel und gehackte Schokolade (bis auf einen TL zum Garnieren) einrühren.
  • Essen!

Was ist Euer Lieblingspudding?