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Freitag, 22. Januar 2016

Erdnuß-Miso-Dressing (glutenfrei)


Erdnuß-Miso-Dressing oder Dip

Es gibt ungefähr tausend Rezepte online für Erdnuß-Miso-Dressing, zumindest auf Englisch, aber bis jetzt hat keines davon exakt so geschmeckt, wie ich es mir vorgestellt habe. Also habe ich so lange gemixt und probiert, bis ich die - für meinen Geschmack - perfekte Mischung heraus hatte.
Man kann noch Ingwer und / oder Knoblauch hinein geben, aber obwohl ich Ingwer sehr mag, mag ich das Erdnuß-Dressing lieber ohne Ingwer.
Außerdem ist dies hier seeehr schnell zusammengemixt, was im Alltag manchmal nicht unerheblich ist ...

Je nach dem, ob man Dressing für Salat oder einen Dip für Rohkost oder Frühlingsrollen möchte, kann man mehr oder weniger Wasser zugeben. Ich habe bei diesem hier 3 EL Wasser verwendet und es als dickes Salatdressing benutzt (gemischter grüner Blattsalat, Tomate, Avocado, Mango, gebratene Putenbruststreifen, ein paar Cashewkerne und geröstete Erdnußkerne extra).

Shiro Miso ist Reismiso, das hell ist und eher mild, beinahe ein wenig karamellig schmeckt.



Zutaten für 2 Personen:
  • 2 EL Erdnußmus (reines Erdnußmus, ohne sonstige Zustätze)
  • 1 EL Shiro Miso
  • 1 TL Honig
  • 1 TL roter Balsamico-Essig
  • 1 EL Olivenöl
  • 2-4 EL Wasser, je nach dem, wie die Konsistenz sein soll

Zubereitung:
  • Erdnußmus, Miso und Honig cremig rühren.
  • Balsamico zugeben und glatt rühren.
  • Olivenöl hineingeben, ebenfalls glatt rühren.
  • Wasser je nach gewünschter Konsistenz zugeben und glatt rühren.

Über Salat, zu Ramen-Nudeln, Frühlingsrollen oder Rohkost genießen.

Samstag, 24. Mai 2014

Gesunder weißer Schokoladen - Dip


Gesunder weißer Schokoladen-Dip

Nach dem Chia-Pudding-Trip bin ich nun auf dem Bohnen-Trip.
Naja, nun stimmt nicht ganz, da ich nicht erst heute damit begonnen habe.
Jedenfalls lote ich gerade die Möglichkeiten der Bohnenwelt aus und stelle fest, daß man aus Hülsenfrüchten die wundervollsten Dinge zaubern kann.
Nicht nur pinkfarbene Blondies und würzige Pastete, sondern auch Schokoladiges.
Weiß-schokoladig.
Für jemanden, der eigentlich nichts für weiße Schokolade übrig hat, mache ich ziemlich viel mit dem Zeug, was vermutlich daran liegt, daß ich "weiße Schokolade" im Prinzip mit Kakaobutter gleichsetze. Meine selbst gemachte weiße Schokolade wandert ausnahmslos als Zutat in Gebäck oder Heißgetränke.
Oder in einen süßen Bohnen-Dip, der den Testesser zu einem spontanen "Das ist ja gut - was ist das??" hingerissen hat.

Zutaten:
  • 50 ml Milch (ich habe Sojamilch genommen)
  • 120 g weiße Bohnen, gut abgespült und abgetropft
  • 1 EL Hafer-, Hirse- oder Reisflocken
  • 1 EL Erythritol oder Xylitol oder Zucker (oder anderes Süßungsmittel nach Wunsch)
  • 1 TL Chiasamen oder 1 EL gemahlener Leinsamen
  • 1 EL weißes Cashew- oder Mandelmus (ersatzweise gehen auch 2 EL gemahlene Mandeln)
  • 10 g weiße Schokolade bzw. Kakaobutter
  • 1/2 TL Vanillepulver
  • eventuell etwas Stevia, falls es sonst nicht süß genug ist
  • optional Kakaonibs, zum Bestreuen

Zubereitung:
  • Weiße Schokolade bzw. Kakaobutter im heißen Wasserbad schmelzen
  • Chia- oder Leinsamen 10 Minuten in der Milch einweichen, mehrmals gut verrühren.
  • Gequollene Samen, Vanille, Süßungsmittel, weiße Bohnen, Nußmus, Flocken und Bohnen vermischen, geschmolzene weiße Schokolade bzw. Kakaobutter dazu gießen und mit dem Pürierstab pürieren. Mit dem Mixer hatte ich dabei keinen Erfolg, aber mit dem Pürierstab funktioniert es wunderbar.
  • Sofort aufessen oder ein paar Stunden kalt stellen; wenn er durchgezogen ist, schmeckt der Dip noch besser. Als Dip oder Brotaufstrich genießen oder einfach mit ein paar Kakaonibs bestreut löffeln.

Habt Ihr schon einmal mit Bohnen experimentiert? Und wenn ja, was war Eure Lieblingskreation?

Mittwoch, 30. April 2014

Paprikapastete


Paprikapastete

Ich bin weder Vegetarierin noch Veganerin, sondern bekennende Leberwurst-Esserin.
Sofern es sich um Bio-Leberwurst handelt.
Und natürlich nicht jeden Tag, sondern nur ab und zu. So einmal im Vierteljahr.

Ansonsten bin ich bereits vor - keine Ahnung, einem Vierteljahrhundert oder so - den vegetarischen Pasteten in meinem damaligen Stamm-Reformhaus in Freiburg verfallen.
Tartex war das damals. Also die Marke der Pasteten, nicht das Reformhaus. Das Reformhaus war Reformhaus Büstrich "Zum Kornspeicher", das ich selbst nach 14 Jahren am anderen Ende Deutschlands noch schrecklich vermisse.

Inzwischen gibt es unzählige Klone dieser Pasteten in sehr unterschiedlicher Qualität, bei denen man auf die Zutatenliste schauen sollte, um nicht mit einer Dose voller gehärteter Fette, Hefeextrakt und Aromastoffe zu enden.
Über Hefeextrakt und Geschmacksverstärker und ob Hefeextrakt nun genau so schlimm ist wie Glutamat, gibt es bereits ungezählte Abhandlungen.
Beispielsweise hier.
Fakt ist, daß sowohl Glutaminsäure als auch Glutamat in praktisch allen Lebensmitteln natürlicherweise vorkommen, die Eiweiße enthalten, also praktisch überall außer in reinem Zucker oder reiner Stärke, die ja eine Vorform reinen Zuckers ist.

Meine eigene Erfahrung ist, daß ich von reinem Glutamat immer einen stundenlangen scheußlichen Nachgeschmack im Mund habe und mindestens einen halben Tag lang aufstoße, von Hefeextrakt nicht.
Dennoch ist Hefeextrakt ein stark verarbeitetes Lebensmittel, das ich deswegen meide.

Nährhefeflocken hingegen, also durch Hitze inaktivierte Hefe, enthalten ebenfalls Glutaminsäure und Glutamat, sind jedoch ein komplettes Lebensmittel und kein chemisch gewonnener Auszug von irgendetwas. Im Grunde das, was wir zu uns nehmen, wenn wir gebackenen Hefeteig essen. Im Hefebrot ist die Hefe ja auch durch Hitze deaktiviert.

Aber ich schweife ab.
Da ich nun kein wundervolles Reformhaus Büstrich mehr in unmittelbarer Nachbarschaft habe, und die meisten vegetarischen Pasteten, die man hier im Supermarkt findet, eher Junkfood sind als gesund, habe ich begonnen, mir selbst Pasteten zu machen, die meinen Kriterien für gesund und lecker entsprechen.
Dies hier ist sicherlich eines meiner Lieblingsbabies.


Zutaten:
  • 1 rote Paprika
  • 150 g gekochte weiße Bohnen
  • 3 EL Sesammus (Tahini)
  • 3 EL Hefeflocken
  • 1 TL Salz (oder weniger, nach Geschmack)
  • 1 TL Zitronensaft


Zubereitung:
  • Paprika unter dem Backofengrill unter gelegentlichem Wenden grillen, bis die Haut schwarze Flecken bekommt und Blasen wirft. Bei mir war es höchste Grillstufe des Backofengrills für ca. 15 Minuten. Achtung - kein Backpapier verwenden, das verkokelt! Und dabei bleiben und aufpassen, damit die Paprika nicht zum Häufchen Asche wird.
  • Gegrillte Paprika aus dem Ofen nehmen, auf einen Teller legen, mit Alufolie dicht abdecken und eine Stunde lang vergessen. Danach ist sie kühl genug, um sie anzufassen, und die Haut läßt sich ganz leicht abziehen.
  • Abgekühlte gegrillte und gehäutete Paprika, gekochte Bohnen, Sesammus (Tahini), Hefeflocken, Salz und Zitronensaft in den Mixer geben und zu einer glatten Creme pürieren. Ich nehme meistens den Pürierstab, das geht sehr gut.
Mit Gemüsesticks, Crackern oder als Brotaufstrich genießen.


Was ist Euer Lieblingsbrotbelag?