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Samstag, 9. April 2022

Limetten-Kokos-Proteinmuffins (low carb, glutenfrei)

 


Kokos-Limetten-Proteinmuffins (low-carb und glutenfrei)

Warum dieser schiefe Muffinturm von Pisa so quietschgelb ist, fragt Ihr Euch jetzt vielleicht. Nein, ich habe kein Curcuma verwendet. Es liegt an den Eiern – das kommt dabei heraus, wenn man Eier von Hühnern verwendet, die sich durch ihr natürliches Allesfresserdasein picken dürfen. Bildschöne goldgelbe Dotter, die Kuchen goldgelb färben.

 



Das Eiweißpulver, das ich verwendet habe, ist der Warrior Blend Vanille von Sunwarrior, der mit Stevia gesüßt ist. Obwohl ich das Pulver gruselig süß finde, vertrage ich es als Shake besser als fast alle anderen Pulver, die ich bisher probiert habe, deswegen habe ich es meistens zur Hand und verwende es eben auch zum Backen. Ob Whey-Protein funktioniert, weiß ich nicht, aber jedes andere pflanzliche Proteinpulver funktioniert ähnlich gut wie das von Sunwarrior, auch ungesüßtes Proteinpulver. In dem Fall muß man natürlich die Menge an Zucker bzw. Zuckerersatz anpassen.



Zutaten für 12 Muffins:

  • 150 g Joghurt (1,8% Fett)

  • 4 Eier

  • 50 g Butter, geschmolzen und abgekühlt

  • 1 Linette, Saft und abgeriebene Schale

  • 75 g Erythrit oder Xylit (ich verwende eine 2:1 Mischung aus beidem)

  • 75 g Proteinpulver (Vanille)

  • 50 g Kokosmehl

  • 50 g Kokosraspeln

  • 1/2 Pckg. Backpulver


Zubereitung:

  • Ofen auf 180°C Ober- Unterhitze vorheizen

  • Muffinblech mit Silikonförmchen auslegen oder gut einfetten

  • Joghurt, Eier geschmolzene Butter und Süßungsmittel verrühren

  • Proteinpulver, Kokosmehl, Kokosraspeln und Backpulver gut vermischen und in die Joghurtmasse einrühren

  • Teig gleichmäßig auf die 12 Muffinförmchen vertreilen und bei 180°C Ober- Unterhitze 30 Minuten backen (die Oberfläche sollte bei Berührung fest sein)

  • Kurz auskühlen lassen und dann ohne Form auf einem Gitter komplett auskühlen lassen


Bon Appetit!


Donnerstag, 21. Januar 2016

Tropischer Chia-Kokos-Pudding


Tropischer Chia-Kokos-Pudding

Im Sommer 1984, also als ich vierzehn war, entschied ich, einen Trip in die Tropen zu unternehmen.
Ganz allein, ohne Eltern oder Freunde.
Mit vierzehn???
Nein, das gab keinen Streß mit meinen Eltern, und die Reise war auch nicht teuer. Ich habe meinen Hintern nämlich nicht weiter als bis in die Stadtbücherei und den Kaufhof bewegt.
Mein Trip war virtuell und kulinarisch, gewissermaßen.
Damals kamen gerade Tropenfrüchte wie Mangos, Sternfrüchte, Passionsfrüchte, Papayas und Guaven auf.
Und da ich immer schon leidenschaftliche Obst-Esserin war (immerhin war bis dahin Obst neben Grünfutter das einzige, wovon mir garantiert nicht schlecht wurde), wollte ich mich natürlich einmal durch die Exoten-Abteilung im Kaufhof futtern.
Weil wir nicht verreisten, dachte ich mir, man könnte das ganze mit einer virtuellen Reise in die Länder verbinden, aus denen die Früchte stammten.
Also besorgte ich mir Bücher über diese Länder und begann zu lesen und zu essen.
Das Ergebnis war niederschmetternd.
Damals war ich geschmacklich noch sehr, sehr befindlich. Alles, was irgendwie ungewöhnlich schmeckte, verursachte Widerwillen bis zu Übelkeit in mir.
Die Mangos hatten einen scheußlichen Tannennadel-Beigeschmack, die Sternfrüchte waren wäßrig und säuerlich und kaum herunter zu bringen, die Guaven waren pappsüß und hatten einen irgendwie völlig ungewohnten Geschmack, was ich beides entsetzlich fand, die Papayas waren süßlich fad, und als mir dann von den Mineolas speiübel wurde, brach ich die Reise ab, brachte die Bücher zurück in die Bücherei und kehrte zurück zu Wanderungen durch den Schwarzwald und vertrauten Pfirsichen, Nektarinen und Melonen.
Seit den Mineolas mag ich keine Mandarinen mehr. Keine Ahnung warum, denn Orangen und Grapefruit liebe ich immer noch, aber Mandarinen - nein, danke.
Es hat bis zu meinem unglücklichen Fruktose-Abstinenz-Trip gedauert, bis ich in meiner Verzweiflung einen erneuten Versuch mit Papayas wagte. Als leidenschaftliche Obstesserin kein Obst mehr essen zu dürfen, war das Schlimmste an diesem diätetischen Irrtum.
Papayas haben einen sehr geringen Fruchtzuckergehalt, deswegen gelten sie als einigermaßen sicher für Leute mit Fruktosemalabsorption.
Erstaunlicherweise fand ich die Papayas plötzlich köstlich.
Der Fruktose-Irrtum hatte also ein Gutes: Seit dem bin ich verrückt auf Papayas, und nachdem ich dann zu normalem Essen zurückgekehrt war, entdeckte ich auch eine plötzliche Liebe zu Mangos.
Papayas sind nicht nur fruktosearm, sondern insgesamt sehr zuckerarm, obwohl sie recht süß schmecken. Also das perfekte Obst für eine zuckerarme Ernährung.

Auch mit Trockenfrüchten bin ich grundsätzlich sparsam, weil sie absolute Zuckerbomben sind, aber ich mag Maulbeeren gern, und außerdem mußte ich natürlich auch einmal Goji-Beeren ausprobieren. Ob die nun einen so sensationellen Gesundheitswert haben, wie gesagt wird, weiß ich nicht. Aber sie schmecken tatsächlich gut.
Da die Kokosmilch schon eine eigene Süße hat, wie ich finde, und das ganze Obst sowieso natürlich süß ist, braucht man keine Extra-Süßung in den Pudding zu geben. Wer das unbedingt doch möchte, kann einen oder zwei Tropfen Flüssig-Stevia hinzugeben.
Um nicht so viel Zucker zu haben, nehme ich nur wenig von den Trockenfrüchten, ungefähr einen halben Eßlöffel jeweils von Maulbeeren und Goji-Beeren.
Die Kokoschips messe ich nicht genau ab, sondern streue einfach so viele drüber, wie ich gerade gut finde...


Zutaten für 1 Portion:
  • 2 EL Chiasamen
  • 50 ml fette Kokosmilch
  • 75 ml Wasser
  • 1 Prise Vanille
  • optional 1-2 Tropfen Stevia
  • 1/2 Papaya, gewürfelt
  • 1/2 EL Maulbeeren
  • 1/2 EL Goji-Beeren
  • 1 Handvoll Kokoschips

Zubereitung:
  • Chiasamen mit Kokosmilch, Wasser und Vanille verrühren, nach zehn Minuten nochmals rühren, damit es keinen dicken Klumpen gibt. Über Nacht im Kühlschrank oder sonst wenigstens 1/2 Stunde bei Zimmertemperatur quellen lassen.
  • Mit den übrigen Zutaten mischen und genießen.



Guten Appetit!

Montag, 25. Mai 2015

Erdbeer-Protein-Frühstück (glutenfrei, getreidefrei)


Erdbeer-Protein-Frühstück (glutenfrei, getreidefrei)

Offensichtlich gibt es Leute, die mit einem reinen Obst-Frühstück gut zurecht kommen. Zu denen gehöre ich definitiv nicht. Wenn ich nur Obst frühstücke, bin ich nach spätestens zwei Stunden verzweifelt. Was ich auch nicht so verwunderlich finde, da Obst neben Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen vorwiegend aus Wasser und Zucker besteht. Es hat zwar auch Faserstoffe, doch meinem Blutzuckerhaushalt scheint das reichlich egal zu sein. Faserstoffe hin oder her, der Zucker ist nach kürzester Zeit weggebrannt, und dann kommt das große Zittern.
Da man sowieso auch Eiweiß braucht, das in Obst eher weniger enthalten ist, kombiniere ich Obst mit Eiweiß und Fett, und das funktioniert recht gut. Entweder in Smoothie-Form, oder als "Pseudo-Müsli".
Im Englischen kann man so etwas viel netter als "Protein Fruit Bowl" bezeichnen, im Deutschen habe ich mich mit dem Titel wirklich schwer getan. Smoothie ist einfacher.
Jedenfalls ist dies hier das Ergebnis meiner Überlegungen, was ich heute morgen als erstes Frühstück nach dem Laufen aus Apfel und Erdbeere machen könnte.
Ich schieße in solchen Fällen immer direkt Fotos, bevor ich das ganze probiert habe. Wenn es etwas geworden ist, werden die Fotos zu einem Post verarbeitet, wenn nicht, enden sie im Papierkorb. Heute fand ich das Ergebnis gut genug, um es der Nachwelt zu erhalten.

Man kann hierfür natürlich jede Art von Joghurt nehmen, ich habe mich für Schafmilch-Joghurt entschieden.
Und man kann natürlich jede Art von Proteinpulver nehmen, es sollte nur möglichst keine künstlichen Süßstoffe und Aromen enthalten.

Die Kakaonibs schmecken zum einen gut, zum anderen geben sie noch einmal ein paar zusätzliche Antioxidantien dazu, davon kann man ja bekanntlich nie zuviel haben. Wer keine Kakaonibs hat, kann auch ein Stückchen Bitterschokolade (mindestens 70%!) fein hacken.



Zutaten für 1 Frühstück:
  • 1 kleiner Apfel
  • 5 mittelgroße Erdbeeren
  • 1/4 Zitrone (Saft und Schale)
  • 100 g Naturjoghurt
  • 6 Walnußhälften
  • 1 Eßlöffel Kakaonibs (optional, man kann auch fein gehackte Bitterschokolade nehmen)
  • 1/2 Meßlöffel Vanille-Proteinpulver

Zubereitung:
  • Apfel kleinschneiden, mit Zitronensaft beträufeln, gehackte Walnußhälften darüber streuen.
  • Joghurt mit 4 Erdbeeren, Proteinpulver und Zitronenschale pürieren und über die Äpfel geben.
  • Mit Kakaonibs und der fünften Erdbeere garnieren.



Freitag, 8. Mai 2015

Erdbeer-Lavendel-Proteinsmoothie (milchfrei, glutenfrei, low-carb)


Erdbeer-Lavendel-Proteinsmoothie (milchfrei, glutenfrei, low-carb)

Nein, mein Lavendel blüht noch nicht, und ja, ich weiß, daß konventionelle Erdbeeren um diese Zeit wahrscheinlich eher auf eine Giftmülldeponie gehören als in den Magen.
Oder vielleicht auch nicht. Ich bin mir bis jetzt noch nicht sicher, ob der Nutzen der Phytochemikalien den Schaden der Industriechemikalien überwiegt, aber wenn man sich ansonsten um ein möglichst schadstoffreies Leben bemüht, bin ich geneigt zu ignorieren, daß Erdbeeren nicht nur Vitalstoff-, sondern auch Pestizid-Bomben sind.
Wenn ich die Erdbeerpflanzen in meinem Garten angucke, frage ich mich ja, wie die hier in der Region um diese Zeit aprikosengroße reife Erdbeeren hinkriegen, aber wie gesagt, ich habe mich für vorübergehende Ignoranz entschieden, weil der Duft der Erdbeeren laut und deutlich meinen Namen gerufen hat.
Zumal ich Erdbeeren extrem gut vertrage und denke (oder hoffe), daß sie dann nicht sooo schlecht für mich sein können.
Nächstens warte ich auf die Bio-Erdbeeren. Falls ich nicht wieder der Versuchung erliege ...

Der Lavendel hat keinen jahreszeitlichen Bezug - ich mag ihn einfach nur und habe ein Glas mit getrockneten Lavendelblüten im Küchenschrank. Für ein ganzjähriges Sommerblumen-Feeling.
Außerdem hat Lavendel wie Minze die Angewohnheit, meinen Magen in gute Stimmung zu versetzen, das erhöht den Genuß dann noch einmal enorm.
Lavendel beruhigt, wirkt gegen Blähungen und regt die Galle an. Und er vertreibt Mücken und Motten. Aber das gehört wohl nicht hier her.

Lavendelaroma paßt wunderbar zu Erdbeeren, und mit der magenstreichelnden Wirkung ergibt das ein fantastisches Sommer-Smoothie.



Zutaten für 1 Smoothie:
  • 200 ml light Kokosmilch
  • 50 ml cremige Kokosmilch
  • 1 Handvoll Erdbeeren (kommt nicht so darauf an ...)
  • 1 Meßlöffel Vanilleprotein- oder neutrales Protein-Pulver
  • 1 TL getrocknete Lavendelblüten
  • falls neutrales Protein-Pulver verwendet wird: 1/2 Vanilleschote zusätzlich und eventuell Süßung nach Geschmack; mein Vanille-Protein ist mit Stevia gesüßt und für meinen Geschmack schon so süß, daß ich Vanille-Protein und neutrales Protein 1:1 mische
  • 1 TL Zitronensaft

Zubereitung:

  • 200 ml light Kokosmilch über Nacht im Kühlschrank mit den Lavendelblüten und eventuell der ausgekratzten halben Vanilleschote ziehen lassen.
  • Am nächsten Tag die Kokosmilch abseihen, mit den kleingeschnittenen Erdbeeren, Proteinpulver, eventuell Süßung, Zitronensaft und 50 ml cremiger Kokosmilch in den Mixer geben und mixen.
  • Falls die Mischung zu dick wird, einfach ein bißchen Wasser hinzufügen.
  • Genießen!

Samstag, 25. April 2015

Roher Zimt-Apfel an Vanille-Protein-Sauce


Roher Zimt-Apfel an Vanille-Protein-Sauce

Eigentlich hätte ich auch einfach "Apfelrohkost mit Vanille-Protein-Sauce" schreiben können, aber irgendwie klingt "Apfelrohkost" so ... altbacken gesund.
Etwas aus dem 50er Jahre Reformkochbuch, mit dem mein Trip durch die Welt der alternativen Ernährungsformen begann.
Also habe ich mich für eine etwas modernere, attraktivere Bezeichnung entschieden, in der Hoffnung, Appetit statt Gähnen hervorzurufen.

Meine Mutter hatte das Unglück, in mir ein Kind zu haben, das sich alle Nase lang erbrach und ein entsetzlich wählerischer Spar-Esser war. Einfach gesagt war Essen für mich bis in meine späte Teenagerzeit ein notwendiges Übel, und es gab nur wenig, was ich tatsächlich mochte.
Gekochtes Rindfleisch, zum Beispiel. Einfach so, ohne alles.
Kopfsalatherzen oder Chicorée, ebenfalls ohne alles.
Und geriebene Äpfel.
Aus irgendeinem unbekannten Grund mochte ich Äpfel als Kind am liebsten, wenn sie gerieben waren. Natürlich auch ohne alles, einfach so.
Eine Zeit lang mußte ich Diät leben, weil ich "erhöhte Leberwerte" hatte - ich weiß bis heute nicht, ob ich eine Hepatitis oder zu viel gesoffen hatte. Vermutlich ersteres, da ich irgendwie nicht auf Bier stand.
Jedenfalls sollte ich im Rahmen dieser Diät morgens "Müsli" essen, das aus geriebenen Äpfeln, Haferflocken und Milch bestand.
Davon habe ich drei Bissen heruntergewürgt, und beim vierten kam alles wieder hoch.
Und damit war ich für die folgenden zwanzig Jahre nicht mehr wirklich offen für das Konzept "Müsli".
Bloß geriebene Äpfel mochte ich komischerweise weiterhin.
Heute morgen hatte ich plötzlich Lust auf einen geriebenen Apfel, aber nicht ohne alles, sondern mit Walnüssen und Zitronensaft und Zimt. Und da ich weiß, daß ich damit nicht weit komme, wenn kein Eiweiß dabei ist, habe ich mir aus Vanille-Proteinpulver und Kokosmilch eine Vanillesauce dazu gezaubert.
Nicht wirklich ein Rezept, sondern mehr eine Idee, aber falls bisher niemand sonst darauf gekommen ist - voilà.
Es hat nämlich fabelhaft geschmeckt.



Zutaten:
  • 1 Apfel
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 Handvoll Walnußhälften
  • 1/2 TL Zimt
  • 80 ml fette Kokosmilch (60% Kokosextrakt, ohne Zusätze!)
  • 20 ml Wasser
  • 1 Meßlöffel Vanille-Protein-Pulver (ich habe 1/2 Meßlöffel pflanzliches, mit Stevia gesüßtes Vanille-Protein-Pulver und 1/2 Meßlöffel neutrales CFM Whey Protein genommen)
  • eventuell mehr Wasser hinzufügen, falls die Sauce zu dick wird (meine war schon nahe am Pudding-Stadium, was ich ziemlich perfekt fand)

Zubereitung:
  • Apfel reiben, mit Zitronensaft und Zimt vermengen.
  • Walnußhälften hacken, unter den geriebenen Apfel mischen.
  • Kokosmilch, Wasser und Proteinpulver glatt rühren, über den geriebenen Apfel geben und sofort aufessen.